Regelwerk
Ein Poetry Slam ist ein literarischer Wettbewerb. Poetinnen und Poeten tragen einem Publikum selbst verfasste Texte innerhalb eines Zeitlimits vor. Eine aus dem Publikum ausgewählte Jury bewertet.

Beim Ö-Slam 2019 treten 27 Künstlerinnen und Künstler in der Kategorie EINZEL an. Hinzu kommen noch 8 Teams in der Kategorie TEAM.

Der Einzelwettbewerb besteht aus drei Vorrunden und einem Finale. Der Teamwettbewerb besteht aus einem Finale.

Die Jury besteht in den Vorrunden aus sieben Personen, in den Finales aus neun Personen. Der Wertungsspielraum liegt zwischen 1,0 (niedrigste) und 10,0 (höchste). Die niedrigste und höchste Wertung werden gestrichen.

Mögliche Änderungen  (z.B. die Anzahl der Juror*innen) sind dem Organisationsteam vorbehalten.

Wettbewerb

Zeitlimit

Das Zeitlimit beträgt 6 Minuten.
Die Zeitmessung beginnt mit dem ersten Wort bzw. der ersten auftrittsspezifischen Geste.

Nach Ablauf von 5:30 Minuten wird die Poetin / der Poet durch ein akustisches Signal auf die ablaufende Zeit hingewiesen. Nach 6 Minuten wird das Mikrofon stummgestellt. Wird der Auftritt dann nicht beendet, gibt es pro angefangener 5 Sekunden Zeitübertretung (gilt ab 6 Minuten) 0,5 Punkte Abzug.

Texte und Performance

Es dürfen nur selbstgeschriebene Texte vorgetragen werden. Grundsätzlich gilt, dass kein Text zweimal vorgetragen werden darf. Das bedeutet, man braucht mindestens drei verschiedene Texte, um den Ö-Slam zu gewinnen.

1x Vorrunde

1x Finale

1x finales Stechen

Erlaubt sind alle Gattungen, Stilformen und Genres. Erlaubt sind Medien (Textblätter, Bücher, Handys, Tablets), von denen der Text gelesen wird.

Gesang ist zitatweise erlaubt, darf aber nicht mehr als 20% des Vortrags ausmachen.

Nicht erlaubt sind Kostüme und Requisiten. Dazu gehört auch das Präparieren des texttragenden Mediums. Jenes texttransportierende Medium darf auch nur als solches benutzt werden – jegliche Sonderfunktionen (Klingeln etc.) gilt als Requisite. Jegliche Performance mit Hilfe des Mediums ist nicht erlaubt. Das Zusammenfalten und Einstecken oder das Herausnehmen und Entfalten der Textblätter aus einer Hosentasche ist erlaubt. Das Falten des Textblattes zu einem Hut und das Aufsetzen des Hutes während der Performance ist nicht erlaubt, da das Textblatt hierbei zu einem Requisit wird.

Ebenso nicht erlaubt sind Textwiederholungen von vorherigen Ö-Slams. (Texte, die bei einem vorherigen Ö-Slam im Rahmen eines Features vorgetragen wurden, sind davon unbetroffen.)

Teamtexte, die mehr als 50% Deckungsgleichheit mit Einzeltexten vorweisen (und umgekehrt) sind nur in einer der beiden Kategorien zulässig, oder fallen – sofern sie in einer Variante bereits beim Ö-Slam vorgetragen wurden – unter Textwiederholung.

Erlaubt sind alle Texte, die die oben genannten Bestimmungen erfüllen. In jeder Runde (inklusive dem Stechen im Finale) ist ein neuer Text vorzutragen.
Das bedeutet im besten Fall benötigt man in der Kategorie EINZEL drei Texte, in der Kategorie TEAM zwei.

Nach jeder Vorrunde berät sich das Komitee. Das Komitee besteht aus den Moderator*innen und den Boutmanager*innen der jeweiligen Vorrunde und dem Organistationsteam. Das Komitee beschließt Punkteabzüge bei Zeitüberschreitungen und gegebenenfalls die Disqualifikation eines Auftretenden bei Regelverstoß. Regelverstöße, die zur Disqualifikation führen können, sind unter anderem Textwiederholungen oder die Nutzung von Kostümen oder Requisiten.

Einzel

VORRUNDEN

Es gibt drei Halbfinals zu je neun antretenden Künstlerinnen und Künstlern. Jedes Halbfinale ist nochmals unterteilt in drei Dreiergruppen. Aus jeder Dreierpaarung kommt jeweils nur die Punktehöchste Person weiter.

Die Losung der Startreihenfolge innerhalb der Vorrunden findet spätestens eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn statt.

Die Publikumsjury bewertet nach jedem gehörten Text. Aus jeder Dreierpaarung kommt jeweils nur die Punktehöchste Person weiter.

Sieben Jury-Mitglieder bewerten die gehörten Texte mit Punktetafeln von 1,0 bis 10,0. Die höchste und niedrigste Wertung werden gestrichen. Damit ergibt sich eine Höchstwertung von 50 Punkten.

Bei Punktegleichheit wird die Streichwertung reaktiviert. Sollte danach immer noch Gleichstand bestehen, entscheidet die Jury nach A/B-Prinzip (d.h. sie entscheiden sich für eine der beiden Personen und zeigen dies durch ihre Tafeln).
FINALE

Im Finale stehen neun Künstlerinnen und Künstler. Die Reihenfolge wird am Tag des Finales ausgelost. Die Starterinnen werden in drei Dreiergruppen eingeteilt. Die drei Personen, die in den Halbfinals je die höchsten Wertungen erhielten, sind für eine der Dreiergruppen gestzt. Bedeutet: Bestbewertete eines Halbfinals kann nicht mit einer anderen Bestbewerteten Person eines anderen Halbfinals in dieselbe Gruppe gelost werden.

Die SiegerInnen der Dreiergruppen kommen ins finale Stechen. Damit stehen drei Personen im finalen Stechen. Die Reihenfolge des Stechens wird gelost.

Sollte es im Stechen zu einer Punktgleichheit kommen, werden die Streichwertungen reaktiviert. Sollte dies keine Entscheidung herbeiführen, greift das A/B-Prinzip zwischen Platz 1 und Platz 2.

Sollten Platz 2 und 3 des Stechens punktgleich stehen, so dürfen sich beide Vize-MeisterrInnen nennen.

Team

Der Teambewerb besteht aus einem direkten Finale. Sieben Teams werden in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine Dreiergruppe und eine Vierergruppe. Die Auftrittsreihenfolge wird am Tag des Finales gelost.

Das punkthöchste Team jeder Gruppe qualifiziert sich für das Stechen. Damit stehen 2 Teams im Stechen.

Bei Punktgleichheit entscheidet das A/B-System (gilt für Finale und Stechen).